Über das Beispielkapitel

 

The Secret of Pythagoras

„The Secret of Pythagoras“ ist ein Beispielkapitel zum Mathe-MOOC Mathematisch denken!. Warum ein Beispielkapitel? Damit verfolgen wir mehrere Ziele:

  1. Wir möchten dir Lust auf den MOOC machen. Und du willst ja bestimmt auch im Vorfeld wissen, worauf du dich einlässt.
  2. Wir hätten gerne dein Feedback zu den einzelnen Units. Wir produzieren jetzt nämlich fleißig für den MOOC, und je früher wir dein Feedback haben, umso besser: Dann können wir nämlich deine Wünsche und Anregungen bei der Produktion der nächsten Kapitel berücksichtigen. Dein Feedback kannst du uns als Kommentar hier im Beitrag oder in folgendem Blogbeitrag hinterlassen.

Der MOOC startet am 15. Oktober 2013 auf iversity – melde dich kostenlos an!

Du kannst dich entscheiden, ob du Kiebitz, Anpacker oder Formalisierer sein möchtest:

  Kiebitze wollen „nur mal gucken“ oder mit dem mathematischen Denken erst einmal warm werden. Kiebitze schnuppern jede Woche in den Kurs, schauen sich eins, zwei Videos an und stöbern vielleicht einmal in den weiterführenden Bereichen. Hierdurch bekommen sie einen Einblick, was mathematisches Denken bedeutet, und sie erhalten Impulse, wo man Mathematik auch im Alltag findet und gebrauchen kann. Vielleicht bekommen sie dabei sogar Lust auf mehr! Aufwand: ca. 1-2 Stunden pro Woche
  Anpacker legen Hand an und erforschen aktiv Mathematik, haben aber keine rechte Lust auf zu viele Formeln. Für Anpacker heißt es: Ärmel hochkrempeln! Im MOOC lernen sie, wie man mathematische Situationen systematisch erforscht, wie man anschauliche Begründungen für mathematische Gesetzmäßgikeiten finden kann, und sie erhalten einen Einblick darin, wie man Abstraktes konkretisiert (und umgekehrt). Sie entwickeln ihre Vorstellungskraft zur Lösung mathematischer Probleme weiter und lernen, Vermutungen anhand konkreter Modelle zu untersuchen. Aufwand: ca. 3-4 Stunden pro Woche
  Formalisierer geben sich mit der Anschauung nicht zufrieden – sie wollen Formeln sehen! Formalisierer sind Anpacker, die zusätzlich auch noch das Spiel mit abstrakter Symbolsprache lieben. Sie lernen, formale Definitionen zu fassen und formale Beweise zu führen. Natürlich immer basierend auf tragfähigen Vorstellungen, die sie mit den Anpackern teilen! Aufwand: ca. 7-8 Stunden pro Woche

Der Mathe-MOOC ist ein Doppel-MOOC: Du kannst dich mit mathematischen Denk- und Arbeitsweisen in der Arithmetik oder in der Geometrie befassen – oder in beiden Gebieten!

  Das große A in einem Video signalisiert, dass es sich im Wesentlichen um ein Arithmetik-Video handelt. Nichtsdestotrotz sind natürlich gerade die geometrischen Anschauungen für die Arithmetik wichtig. Und du wirst sehen: Nicht selten werden wir in der Arithmetik auf räumliche Vorstellungen zurückgreifen!
  Das große G steht natürlich für Geometrie. All diejenigen, die sich mit geometrischen Figuren und Gesetzmäßigkeiten befassen möchten, kommen bei den großen G’s auf ihre Kosten. Aber auch hier gilt: In der Geometrie spielen Zahlen eine große Rolle. Arithmetische Inhalte sind also auch hier zu finden.

Arithmetik und Geometrie sind somit stark miteinander verschränkt! Trotzdem hast du die Wahl: Du möchtest ein Kiebitz in der Arithmetik sein, aber ein Anpacker in der Geometrie? Oder ein Formalisierer in der Arithmetik, aber ein Kiebitz in der Geometrie? Kein Problem – alles ist möglich! So kannst Du deinen individuellen Aufwand selbst wählen und dir diejenigen Inhalte zusammenstellen, die dich interessieren.

5 thoughts on “Über das Beispielkapitel

  1. Pingback: Das Beispielkapitel steht online: The Secret of Pythagoras | Mathematisch denken!

  2. Anita

    Das, was jetzt hier vorliegt, zusammen mit der Kursbeschreibung, erinnert mich an den verlockenden Sirenengesang, dem Odysseus auf seiner Reise ausgesetzt war. Hier endet der Vergleich aber schon wieder. Diese Mathe-MOOC-Geschichte wird bestimmt anders verlaufen……

    Als Erstes mal ein riesiges Kompliment. Grosse Arbeit. Sowas erledigt man nicht mal schnell an einem freien Nachmittag! Man erkennt sofort, da sind Leute am Werk, die nicht nur ein hervorragendes Fachwissen haben (das allein genügt nämlich nicht), sondern auch hervorragende Didaktiker/Methodiker sind und eine hohe Motivation und Freude an dem haben, was sie tun. Das ist unschwer zu erkennen.

    Die meditative Einführung ins Thema ist nun wirklich der Clou. Der Aufbau der Sequenzen ist abwechslungsreich. Verschiedene Medien kommen zum Einsatz, von der von mir geliebten Wandtafel bis hin zu Animationen und „Bastelarbeiten“. Seid ihr euch bewusst, dass ihr damit gerade Heirich Pestalozzi’s (1746 – 1827) Prinzip: „Kopf, Herz und Hand“ umgesetzt habt?

    Im Aufbau der Lektionen sind alle Zwischenschritte drin, das ist etwas vom Wichtigsten. Nichts lästigeres als wenn man sich dauernd fragen muss, „wie kommt der denn jetzt dahin“?. Zwei meiner Meinung nach wichtigen Fragen sind einerseits die von Christian bekannte Schlussfrage „was haben wir gemacht“. Das ist was anderes, als wenn man sagt, „also, nochmals“ oder „ich wiederhole“. Man fühlt sich persönlich angesprochen, man wird zum „Mitdenker“. Im andern Fall bleibt man Zuschauer, der andere rekapituliert. Ebenso die Fragen von Michael „wozu das“, „was mach ich damit….“ (mit anschliessend kurzer Denkpause) sind ganz entscheidend. Ich merk wie ich mir die Frage dann selbst auch stell „ja genau und was mach ich damit“ oder so ähnlich.

    Ich hoffe nicht, dass das als pure Lobhudelei ankommt, das wäre nicht in meinem Sinne. Ich habe meinen Lobgesang hoffentlich ausreichend begründet. Zum Schluss noch was: Am Ende des Videos mit euren Reflexionen, erscheint ein Fenster mit mehreren Videos (Lutzland) zur Auswahl. Es sind mehrere Beiträge ein und der selben Person zu hören. Ich suchte nach dem Namen des Mannes mit Bart. Nichts gefunden, vielleicht hab ich aber auch etwas übersehen. Dieser Herr beantwortet, so meine ich, Fragen aus einem Publikum. Leider sind diese Fragen aber nicht zu hören. Schade.

    Mein Fazit zum ersten Beispielkapitel: Unerwartet anders…. fachlich hervorragend und ansprechend gelungen. Das nenn ich „Leute abholen….“ Meiner Meinung nach ein gutes Konzept. Brauche keine Laier wie Orpheus bei den Sirenen. Der eine liess sich festbinden, der andere gebrauchte die Laier. Bin gespannt wie es weitergeht.

  3. Volker

    Anitas Aussagen schließe ich mich vollumfänglich an.

    Was Ihr da macht und wie Ihr das umsetzt ist schon genial. Mit enorm großem Unterhaltungswert lernen ist für mich wie Wunscherfüllung; sollte Mitte Oktober bereits Weihnachten für mich sein …?

    Vielen, vielen Dank.

  4. Martin

    Da ich mich nicht so schön ausdrücken kann wie Anita, sie es aber absolut auf den Punkt bringt, schließe auch ich mich ihrer Aussage voll und ganz an.

    Das Einstiegskapitel ist frisch, originell, unterhaltsam, interessant, informativ und didaktisch spitze! Und macht vor allem lust auf mehr.

    Weiter so!!

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